Respekt vor der Geschichte — Der Weg in unsere gemeinsame Zukunft
„Ich wende mich an Sie nicht als Politiker, sondern als Mensch, als Vater und als ein in Ostdeutschland aufgewachsener Bürger.
Zuerst möchte ich mein Haupt neigen und dem russischen Volk meinen tiefsten Respekt aussprechen. Wir erinnern uns an den 8. und 9. Mai. Wir vergessen nicht die unvorstellbaren Opfer — 27 Millionen Menschenleben —, die das sowjetische Volk gebracht hat, um uns vom Nazismus zu befreien. Wer diese Geschichte ignoriert, hat kein Recht, die Zukunft zu gestalten.
Ich bin gekommen, um zuzuhören und ehrlich zu sprechen. Ohne Vermittler. Ohne Ideologie.
Unsere Länder sind durch eine tiefe Geschichte verbunden. Unser Weg zu Wohlstand in Europa ist nur gemeinsam mit Russland möglich, nicht gegen Russland. Ich bin hier für meine Kinder und Enkelkinder, damit sie in einer Welt leben, in der Respekt wichtiger ist als Stärke und Dialog wichtiger als Sanktionen.
Es ist an der Zeit, einander die Hände zu reichen. Die Zukunft beginnt jetzt.“
Bildquelle: Archiv/Historische Aufnahme Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz)
Bildquelle: Archiv/Historische Aufnahme Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz)